Holcim hat die Übernahme der Burdett Group abgeschlossen. Das australische Unternehmen beliefert den Grossraum Melbourne mit Gesteinskörnungen, Sand und aufbereiteten Abbruchmaterialien. Es wurde 1972 gegründet, ist seit über fünf Jahrzehnten im Bundesstaat Victoria tätig und beschäftigt nach Angaben von Holcim mehr als 120 Menschen. Die Mitteilung datiert vom 5. November 2026 aus Zug.
Worauf der Zukauf einzahlt
Interessant ist an der Meldung weniger der Standort als das Ziel dahinter. Holcim will nach eigenen Angaben bis 2030 weltweit mehr als 20 Millionen Tonnen Abbruchmaterial pro Jahr wiederverwerten. Burdett bringt dafür bestehende Aufbereitungskapazität mit, und zwar in einem Wachstumsraum, in dem Rückbau und Neubau nebeneinander stattfinden.
Verarbeitet wird das Material über die konzerneigene Technologie ECOCycle. Holcim beziffert deren Leistung auf einen Anteil von mindestens 10 und bis zu 100 Prozent rezykliertem Abbruchmaterial am Gesamtgewicht des Produkts. Diese Spanne ist der eigentliche Hinweis: Die Obergrenze gilt nicht für jedes Produkt, sondern beschreibt, was technisch erreichbar ist.
Einordnung
Khaled El Dokani, Region Head Asia, Middle East & Africa bei Holcim, ordnet den Kauf der Strategie NextGen Growth 2030 zu, die auf Investitionen in wachstumsstarke Märkte zielt. Für den Konzern ist es der dritte Zukauf beziehungsweise die dritte Beteiligung binnen weniger Wochen, nach Fermacell im Oktober und der Beteiligung am Mineralisierungs-Unternehmen 44.01 Anfang November.
Holcim erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 15,7 Milliarden Franken und beschäftigt über 50.000 Menschen in 45 Ländern. Der Konzernsitz ist Zug.
Quelle: Medienmitteilung der Holcim Ltd vom 5. November 2026, veröffentlicht unter holcim.com. Einen Kaufpreis nennt die Mitteilung nicht.


