Beton mit rezyklierter Gesteinskörnung (RC-Beton oder R-Beton) nutzt aufbereiteten Bauschutt als Ersatz für natürliche Zuschläge wie Sand, Kies oder Splitt. Dieser Recyclingbaustoff stammt überwiegend aus Beton- und Mauerwerksabbruch und wird mechanisch aufbereitet.
Rezyklierte Gesteinskörnung besitzt aufgrund anhaftender Zementmatrix und höherer Porosität eine geringere Dichte als natürliche Zuschläge. Dies führt zu einem erhöhten Wasseranspruch im Frischbeton und kann die Verarbeitbarkeit beeinflussen. Um vergleichbare Festigkeiten wie bei Beton mit natürlicher Gesteinskörnung zu erreichen, ist in der Regel eine Anpassung der Rezeptur erforderlich, etwa durch Erhöhung des Zementgehalts oder Einsatz von Fließmitteln.
Die Druckfestigkeit von RC-Beton liegt je nach Substitutionsgrad und Qualität der rezyklierten Körnung typischerweise geringfügig unter der von Beton mit ausschließlich natürlichen Zuschlägen.
Vergleich natürliche und rezyklierte Gesteinskörnung: Rezyklierte Körnung hat aufgrund anhaftender Mörtelreste eine geringere Rohdichte als natürliche Gesteinskörnung. RC-Körnung weist eine höhere Wasseraufnahme auf, was den effektiven Wasserzementwert beeinflusst. Bei vergleichbarer Rezeptur liegt die Druckfestigkeit von RC-Beton tendenziell niedriger, kann aber durch Rezepturanpassung ausgeglichen werden. Beton mit rezyklierter Körnung neigt zu höherem Schwinden, was durch entsprechende Nachbehandlung gemindert werden kann.
Die Verwendung von RC-Beton leistet einen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Reduktion von Deponiekapazitäten. Durch den Einsatz von Recyclingmaterial wird der Bedarf an natürlichen Rohstoffen verringert und zirkuläres Bauen gefördert.