Die Stadt Biel hat den Auftrag für allgemeine Metallbauarbeiten im Rahmen der Erweiterung der Schule Champagne an die A. Lanz AG vergeben. Der Auftragswert liegt bei 487.697 CHF. Die Vergabe wurde am 27. September 2026 über das europäische Ausschreibungsportal TED bekannt gegeben. Auftraggeber ist das Département des constructions der Stadt Biel. Das Projekt trägt die Baukostenkennzahl BKP 272.1 und umfasst Metallbauarbeiten im Zusammenhang mit einem Schulneubau in Baustahl - und Holz-Hybrid-Bauweise.
Die Erweiterung der Schule Champagne sieht den Neubau eines Grundschulgebäudes in gemischter Bauweise vor, bestehend aus Massivbau und Holzkonstruktion. Das Gebäude umfasst eine unterirdische Turnhalle, Lagerräume für Material sowie Nebenräume, eine Produktionsküche mit Mensa, Klassenräume, Gruppenräume und Räume für das Lehrpersonal. Das gesamte Bauvolumen beträgt rund 56.855 m³. Die Geschossflächen verteilen sich wie folgt: Untergeschoss: rund 2.470 m², Erdgeschoss: rund 3.601 m², 1. Obergeschoss: rund 2.978 m², 2. Obergeschoss: rund 2.943 m², Umgebungsfläche: rund 6.863 m².
Die Hybridbauweise verbindet Massivbau-Elemente mit Holzkonstruktionen, was typischerweise statische Stahlverbindungen, Fassadenelemente aus Stahl, Träger und Stützen sowie Sicherheitstechnik erfordert. Im Bereich der Turnhalle sind zudem Metallbauarbeiten für tragende und aussteifende Konstruktionen üblich.
Der Auftrag wurde im offenen Verfahren vergeben. Die Bekanntmachung trägt den CPV-Code 45262670, der Arbeiten im Bereich Metallbau und Stahlkonstruktionen kennzeichnet. Die Region ist mit CH021 (Biel) klassifiziert. Die Vergabe fiel in den Zuständigkeitsbereich öffentlicher Baubehörden und unterlag entsprechend den Schweizer Vergabevorschriften für Bauaufträge.
Metallbauarbeiten bei Schulbauten umfassen in der Regel Geländer, Fassadenträger, Brandschutzabschlüsse, Stahlträger für Dachkonstruktionen, Fenster- und Türanschlüsse sowie Fluchtwege. In Holzhybridbauten übernehmen Stahlbauteile häufig die Funktion von Knotenpunkten, an denen Holzträger verbunden werden, sowie als primäre Bewehrung in Deckenauflagen und Stützen.
Die Kombination aus Massivbau und Holz ist im Schulbau mittlerweile verbreitet, da sie schnelle Bauzeiten, hohe Vorfertigung und Flexibilität in der Raumaufteilung ermöglicht. Holz kommt typischerweise in Obergeschossen und Fassadenelementen zum Einsatz, während Untergeschosse, Treppenhauskerne und lastabtragende Konstruktionen in Stahlbeton oder Stahlbau ausgeführt werden. Die Metallbauarbeiten stellen dabei die Schnittstelle zwischen den Gewerken dar und gewährleisten die strukturelle Integrität sowie den Brandschutz.
Öffentliche Bauvorhaben dieser Größenordnung unterliegen in der Schweiz strengen Anforderungen an Statik, Brandschutz, Barrierefreiheit und Energieeffizienz. Metallbauteile müssen entsprechend zertifiziert sein und die erforderlichen Nachweise erfüllen.
Die vollständige Vergabebekanntmachung ist unter der Referenznummer 664557-2026 im europäischen Ausschreibungsportal TED veröffentlicht.
