Der Feuerwehrabschnitt Leoben führte mit 92 Einsatzkräften eine Großübung am Standort von Mayr-Melnhof Holz durch, was die besonderen Brandschutzanforderungen in der holzverarbeitenden Industrie unterstreicht. Holzverarbeitungsbetriebe dieser Dimension gelten aufgrund hoher Holzstaubkonzentrationen (Explosionsgefahr nach ATEX-Richtlinie), großer Schnittholzlager mit Rohdichten von 400–500 kg/m³ und der Einstufung von Vollholz in Brandklasse D nach EN 13501-1 als Sonderobjekte im Brandschutz. Planer solcher Industriebauten müssen neben automatischen Löschanlagen und Rauchabzugssystemen auch die Zugänglichkeit für Großaufgebote der Feuerwehr gemäß Industriebaurichtlinie sicherstellen. Die Übung dient der Vorbereitung auf Szenarien, bei denen konventionelle Löschtechniken aufgrund der Materialmengen an ihre Grenzen stoßen.