Sika hat für wasserdichte Betonbauten verschiedene Abdichtungskonzepte entwickelt, die sich je nach Anwendung für Tiefgeschosse, Behälter und Auffangwannen eignen. Die Lebensdauer und Sicherheit eines Bauwerks hängen entscheidend von seiner Dichtigkeit ab – gerade dort, wo Grundwasser nicht eindringen darf oder Flüssigkeiten sicher zurückgehalten werden müssen. Sie haben auf der Baustelle die Wahl zwischen verschiedenen Systemlösungen, die sich in der Verarbeitung und im Einsatzgebiet unterscheiden.

Wie funktioniert das Konzept der Weißen Wanne?

Für wasserdichte Betonbauten bietet Sika in Zusammenarbeit mit den Partnern vistona ag und SikaBau AG langjährig bewährte Abdichtungskonzepte für die Weiße Wanne an. Bei diesem Systemansatz übernimmt der Beton selbst die abdichtende Funktion – ohne zusätzliche äußere Abdichtungsbahn. Sie erreichen die Wasserdichtigkeit durch eine hohe Betonqualität, geringe Rissbreiten und eine sorgfältige Ausführung der Arbeitsfugen.

Die Bauchemie unterstützt Sie dabei mit Betonzusatzmitteln, die die Verarbeitbarkeit und Dichtigkeit des Betons verbessern. Sika führt hochwertige Betonzusatzmittel, Spezialmörtel sowie Dicht- und Klebstoffe im Produktsortiment. Das Unternehmen ist führend im Bereich Prozessmaterialien für das Dichten, Kleben, Dämpfen, Verstärken und Schützen von Tragstrukturen am Bau.

Welche Fugendichtungssysteme stehen Ihnen zur Verfügung?

Arbeitsfugen und Bewegungsfugen sind die kritischen Stellen in wasserdichten Betonkonstruktionen. Sika bietet dafür verschiedene Lösungen an:

  • Sika Fugenbänder: Diese werden in die Arbeitsfuge einbetoniert und schaffen eine dauerhafte Abdichtung zwischen zwei Betonierabschnitten.
  • Injektionsschläuche und -kanäle: Sie ermöglichen nachträgliches Injizieren von Fugen mit Abdichtungsmasse, falls später Undichtigkeiten auftreten.
  • Sikadur-Combiflex: Ein kombiniertes Abdichtungssystem für komplexe Fugendetails.

Bei der Verarbeitung achten Sie darauf, dass Fugenbänder sauber und ohne Beschädigung eingebaut werden. Die Betonüberdeckung muss ausreichend sein, damit das Fugenband vollständig von Beton umhüllt wird. Injektionsschläuche verlegen Sie so, dass sie später von außen zugänglich bleiben.

Was leistet das SikaProof-System (Gelbe Wanne)?

Als Alternative zur Weißen Wanne bietet Sika das Abdichtungssystem SikaProof an, auch als Gelbe Wanne bezeichnet. Dieses System besteht aus einer Kunststoffdichtungsbahn, die außen- oder innenliegend auf den Beton aufgebracht wird. Der Vorteil: Sie sind unabhängiger von der Betonqualität und können auch bei schwierigeren Untergrundverhältnissen eine zuverlässige Abdichtung herstellen.

Die Verarbeitung erfordert eine saubere, trockene Betonoberfläche. Sie verkleben die Bahnen vollflächig oder mechanisch befestigt, je nach Systemaufbau. An Überlappungen und Anschlüssen müssen die Bahnen sorgfältig verschweißt oder verklebt werden, um die Dichtigkeit zu gewährleisten.

Welche weiteren Abdichtungslösungen gibt es für Behälter und Becken?

Für Behälter, Auffangwannen und Becken, die verhindern sollen, dass Flüssigkeiten austreten, hat Sika zusätzliche Abdichtungskonzepte im Programm. Diese Systeme müssen nicht nur gegen Wassereindruck von außen, sondern auch gegen chemische Beanspruchung durch die gelagerten Medien beständig sein.

Die Auswahl des passenden Systems hängt von der Expositionsklasse, der chemischen Belastung und den statischen Anforderungen ab. Neben mineralischen Abdichtungsschlämmen kommen auch reaktive Kunststoffsysteme zum Einsatz, die sich durch hohe chemische Beständigkeit auszeichnen.

Worauf achten Sie bei der Produktauswahl?

Die Entscheidung für ein Abdichtungssystem treffen Sie anhand mehrerer Kriterien:

  • Nutzung des Bauwerks: Tiefgarage, Keller, Trinkwasserbehälter oder Auffangwanne für wassergefährdende Stoffe?
  • Grundwassersituation: Temporär oder dauerhaft drückendes Wasser?
  • Zugänglichkeit: Kann von außen abgedichtet werden oder nur von innen?
  • Wirtschaftlichkeit: Materialkosten, Verarbeitungsaufwand und Lebensdauer müssen im Verhältnis stehen.

Sika ist ein global tätiges Unternehmen der Spezialitätenchemie mit Hauptsitz in Baar, Schweiz. Die Geschichte begann 1910, als Kaspar Winkler in Zürich den Grundstein zur heutigen Sika-Gruppe legte. Er entwickelte erstmals ein chemisches Verfahren zur Beschleunigung des Abbindens und Erhärtens von Zement, Mörtel und Beton. Sein erstes Produkt «Sika-1», ein wasserdichtender Mörtelzusatz, wird auch heute noch verwendet.

Die Produkte von Sika kommen in Großprojekten zum Einsatz – etwa im Gotthard-NEAT-Basistunnel, dem längsten Eisenbahntunnel der Welt, wo Systeme und Lösungen von Sika zur Abdichtung gegen das Eindringen von Wasser eingesetzt werden. Weitere Informationen zu verwandten Themen finden Sie in unserem Artikel über Sika MonoTop Betonsanierungssysteme sowie zur Rissbreitenbegrenzung in WU-Beton.