Marti Construction SA erhält von der Office fédéral des routes OFROU, Division Infrastructure routière Ouest, filiale Estavayer-le-Lac, den Zuschlag für das Projekt „N12.72 MP-160047 - Réf. Ponts Cucloz, Denève, Saumont - Lot GC1 - F+P Equipements de ponts (ID 11894)". Der Auftragswert beträgt 2.241.003 CHF. Gegenstand ist das Los „GC1 - F+P Equipements de ponts", das die Brückenausrüstung dreier Bauwerke an der Autobahn N12 betrifft.

Was umfasst das Los GC1 konkret?

Das übergeordnete Vorhaben betrifft den Ersatz der Fahrbahnübergänge, die Erdbebenertüchtigung sowie diverse Instandsetzungsmaßnahmen an drei Autobahnbrücken der N12 zwischen dem Anschluss La Veyre und Châtel-St-Denis. Betroffen sind der Pont de Cucloz, der Pont sur La Denève und der Pont de Saumont. Das nun vergebene Los GC1 umfasst laut Bekanntmachung insbesondere, nicht abschließend:

  • Lieferung und Einbau von Fahrbahnübergängen für die drei Brücken
  • Lieferung und Einbau von Lagern (Lagerkonstruktionen) für die drei Brücken
  • Hebevorgänge (Materiallieferung und Ausführung)

Die Bekanntmachung nennt keine weiteren Details zu Mengen, Materialtypen oder technischen Kennwerten der Fahrbahnübergänge und Lager. Für Fachleute aus dem Brückenbau sind solche Lot-Beschreibungen typisch für mehrgewerkige Sanierungsprojekte, bei denen Rohbau, Abdichtung und Ausrüstungskomponenten getrennt ausgeschrieben werden.

Wie lief das Vergabeverfahren ab?

Die Vergabe erfolgte im offenen Verfahren (open). Die zugrunde liegende Bekanntmachung wurde am 27.10.2026 veröffentlicht. Die Beschaffung ist unter den CPV-Codes 45221119, 45200000, 45220000 und 45233110 klassifiziert, die Brückenbauarbeiten, allgemeine Bauleistungen sowie Ingenieur- und Hochbauarbeiten sowie Straßenbau abdecken.

Zu Anzahl eingereichter Angebote macht die Bekanntmachung keine Angabe.

Einordnung für den Infrastrukturmarkt

Brückensanierungen an bestehenden Autobahnabschnitten erfordern regelmäßig den Austausch von Fahrbahnübergängen und Lagern, da diese Bauteile Verschleiß und thermischer Belastung besonders ausgesetzt sind. Erdbebenertüchtigungen an Bestandsbauwerken gehören in der Schweiz zu den wiederkehrenden Aufgaben der nationalen Straßeninfrastruktur-Unterhaltung. Welche konkreten Produkte oder Systeme für Fahrbahnübergänge und Lager zum Einsatz kommen, geht aus der Bekanntmachung nicht hervor.

Weitere Hintergründe zu vergleichbaren Schweizer Vergabeverfahren im Tiefbau liefert der Beitrag zum Zuschlag der Swiss Floor GmbH für Unterlagsböden bei einer Schulerweiterung in Biel. Grundsätze der Dauerhaftigkeit von Bauwerksausrüstung spielen bei solchen Instandsetzungsprojekten eine zentrale Rolle, ebenso wie Fragen der Bewehrungskorrosion an bestehenden Betonbauwerken, die häufig Anlass für Sanierungsmaßnahmen dieser Art sind.

Die vollständigen Angaben zur Vergabe sind in der Bekanntmachung auf TED, dem Amtsblatt der EU für öffentliche Aufträge, dokumentiert.